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Finanzsystem: Computer handeln wie Geisteskranke
von: Herwig Friedag, 17.06.2012 17:09Prof. Harald Lesch, Hochschullehrer des Jahres 2012, führt am 17.06.2012 im Berliner Tagesspiegel (S. 81) Stimtaus:
"Wir haben grob 80 Billionen Doller Welt-Bruttosozialprodukt, und
wir haben rund 100 Billionen Dollar an Aktien und Fonds. Daneben haben wir 650 Billionen Dollar Finanzderivate - und 950 Billionen sind Devisengeschäfte.
Dieses Geld braucht kein Mensch, aber es übt Druck aus. Und warum haben wir diese Volumina: weil Computer handeln wie Geisteskranke..."
Was würde eine Mehrwertsteuer auch auf Finanztransaktionen für Staatseinnahmen bringen - oder dies Problem der Finanzspekulationen stoppen! Stimmt mir ein Controller nicht zu?
Re: Finanzsystem: Computer handeln wie Geisteskranke
von: Keiser Urs, 23.07.2012 12:08Eine Mehrwertsteuer auch auf Finanztransaktionen würde aus meiner Sicht, langfristig nichts bringen. Diese Steuereinnahmen bringen den Staat wieder in eine neue Abhängigkeit, das heisst würden die Voluminas in den Finanzmärkten zurückgehen, so wird dem Staat dieses Geld dann fehlen. Wenn dem Staat Geld fehlt, dann weitet er wieder die Geldmenge aus, was dann nochmals zu einem höheren Zwang der Institutionen die mit Geld arbeiten führen würde "irgendwie" doch noch eine Rendite zu erziehlen. Das grösste langfristige Problem ist, dass der Staat versucht seine Schulden durch die Ausweitung der Geldmenge zu finanzieren, was ja auch die Ursache der heutigen Finanzkrise ist. Die nachhaltige Lösung ist, dass alle Staaten das Schuldenwachstum mittelfristig für eine bestimmte Zeit eliminieren, so dass sich wieder eine vernünftige Menge Geld auf dem Kapitalmarkt befindet.
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